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  • Philipp Schimmele

Im Gründer Talk bei Startup Valley CEO Amari Groß


Stellen Sie sich und das Startup happypatch doch kurz unseren Lesern vor!


Ich bin Amari Groß und einer der Gründer von happypatch, einem Dating-Portal aus Berlin. Hier bin ich für den Ausbau unserer Plattform zuständig, aber genauso für die Umsetzung im Business Development. Während meiner bisherigen Gründungen lag mein Fokus im letzteren Bereich. 

Auch hier hat mich immer wieder eines angetrieben: Die Entschlossenheit gute Ideen trotz aller Risiken umzusetzen. Im Mai 2020 habe ich zusammen mit Manuel Kessel happypatch gegründet – ein Projekt, das mich enorm stolz macht. Der starke Zuwachs an Mitgliedern bestätigt unser Handeln. 



Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?


Ich selbst würde mich als Serial Entrepreneur bezeichnen. Ein Unternehmen zu gründen, ist für mich nichts neues. Es gibt einfach noch so viel unausgeschöpftes Potenzial in der Start-up-Szene. Manchmal kommen mir an einem Tag zehn neue Ideen in den Kopf.

Dennoch ist die Gründung von happypatch mein bisher emotionalstes Venture, was es stark von anderen unterscheidet. Vor einer Gründung stelle ich mir immer eine Frage: „Ist unser Produkt oder Vorhaben ein nice to have oder ein must have?“ Die Antwort auf diese Frage ist für mich persönlich entscheidend, ob ich eine Idee weiter verfolge oder nicht. 

Im Fall von happypatch hatten mein Co-Founder Manuel Kessel und ich die Dynamiken einer Patchwork-Familie bereits kennen und lieben gelernt – die wunderschönen Seiten, aber auch die herausfordernden. Beobachtungen in der Gesellschaft und etliche Gespräche mit Eltern und Familien im Bekanntenkreis später stand fest: happypatch ist ein echtes must have. 



Welche Vision steckt hinter Happypatch?


Zunächst einmal steckt hinter happypatch diese Vision: Aus zwei Familien eine große machen. Menschen mit Kindern aus einer vorherigen Beziehung haben es oft nicht leicht, den oder die richtige Partner*in zu finden, der oder die ein Kind mit ins Herz schließt. Wir glauben, dass das nicht daran liegt, dass es zu wenige dieser Menschen gibt, sondern daran, dass es ihnen auf herkömmlichen Dating-Portalen erschwert wird, sich zu finden. In einer Zeit, in der Patchwork-Familien das moderne Familienbild prägen, wird es Zeit für ein Dating-Portal für alleinstehende Mütter und Väter.

Aus wirtschaftlicher Sicht möchten wir, dass happypatch als Marke wahrgenommen wird. Wenn wir heute das Wort Creme hören, denken wir meist an Nivea. Genau da möchten auch wir hin. Wenn man von Patchwork-Familien spricht, möchten wir, dass einer der ersten Gedanken happypatch ist.  Daran arbeiten wir Tag und Nacht.



Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?


Die größte Herausforderung, war es ein komplementäres Team zu finden. Wichtig war mir neben der Leidenschaft für Start-ups auch ein gewisses Niveau und Gründungserfahrung. Ein nice to have, was in unserem Fall ebenfalls vorhanden ist, ist die Expertise im Thema Patchwork. Bislang haben wir uns ausschließlich durch Bootstrapping finanziert, wir suchen aktuell noch nach Investoren. 

Wer ist die Zielgruppe von happypatch?

Wie der Name es hoffentlich schon verrät, sprechen wir mit unserem Angebot Single-Eltern an, oder diejenigen, die einen Kinderwunsch haben und diesen sich vielleicht nicht selbst erfüllen können. Wer sich diverse Statistiken zum Thema Patchwork ansieht, kennt die aktuellen Zahlen: Rund 2,5 Millionen Eltern in Deutschland sind alleinerziehend. Deshalb ist es umso wichtiger, hier passgenaue Angebote zu schaffen.


 

Wie funktioniert Happypatch? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?


Technisch gesehen funktioniert unser Portal ähnlich wie große Datingseiten. Allerdings mit dem Vorteil, dass wir einen Algorithmus haben, der speziell auf das Thema Familien-Konzepte beim Anlegen eines Accounts eingeht.  Bei der Umsetzung wurden wir von Emir Guizani, einem Psychologen aus Köln unterstützt, der zu diesem Thema promovieren möchte.  Wir wissen, wie viel Single-Eltern ihren Alltag meistern müssen und wollen mit unserer Plattform versichern, dass die Partnersuche keine weitere große Herausforderung darstellt.  



Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert?


Corona hat uns sozusagen mitten in der Fertigstellung getroffen. Glücklicherweise kann das Gründungsteam remote arbeiten. Davon abgesehen brennen alle für die Idee und den nächstmöglichen Zeitpunkt der Umsetzung, weshalb es keine großen Auswirkungen auf unser Tagesgeschäft gibt. Interessant wird es sein zu beobachten, wie sich Corona auf unsere Beziehungen auswirkt. Es gibt schon einige Statistiken, die auf erhöhte Trennungsraten hinweisen. Umso wichtiger werden moderne Familienkonzepte, die auch in dieser schwierigen Zeit Halt geben können.

Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Die einzige große Veränderung liegt im Marketing. Hier laufen bereits einige A/B- Tests in der Ansprache der Kampagnen. Außerdem planen wir bei der Mitgliedergewinnung  „offline Wege“ in bestimmten Ballungsgebieten, sobald es die Corona-Auflagen wieder möglich machen.



Wo sehen Sie in der Krise die Chance?


Corona hat uns definitiv gezeigt, welchen Einfluss digitale Geschäftsmodelle heute und in der Zukunft haben werden. Mit happypatch haben wir ein Angebot geschaffen, das ziemlich resistent gegen äußere Einflüsse ist. Das Thema Dating, gerade im Kontext Familien, ist ein sensibles Thema, weshalb wir nicht  gerne von einer wirtschaftlichen Chance, sondern viel eher von einem guten Zeitpunkt für unser Produkt sprechen.

happypatch, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir haben gerade die erste Phase erfolgreich abschließen können und sind sehr gespannt auf die nächste Phase, die nun vor uns liegt. Wir wollen mit happypatch verstärkt nach außen treten und die Plattform für Mütter und Väter – und natürlich für alle die es noch werden möchten – weiter attraktiver machen. Dabei wollen wir die Communities miteinbeziehen und sozusagen gemeinsam wachsen. * Bei mir persönlich kommt hinzu, dass ich durch jede weitere Gründung, unheimlich viel an wertvolle Erfahrungen sammeln kann.



Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?


1. Vertraue dir selbst und deinen Fähigkeiten!

2.  Lerne deine Stärken und Schwächen richtig einzuschätzen – nur so kannst du die zu Verfügung stehenden Ressourcen effizient einsetzen!

3. Hole dir Feedback von Menschen ein, die vielleicht bessere oder ergänzende Skills und Erfahrungen mitbringen, als du selbst!



zum Interview gehts hier :

https://www.startupvalley.news/de/happypatch/




(Amari Groß - Geschäftsführer happypatch UG)



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